Vierzylinder-Viertakt-Dieselmotor
Eine obenliegende Nockenwelle, über Doppelrollenkette angetrieben
OM 616.912 (240D)
Hubraum 2404 ccm
Bohrung x Hub 91 x 92,4 mm
Leistung 48 kW / 65 PS bei 4200 U/min bzw. (ab Jul.78)
53 kW / 72 PS bei 4400 U/min
Drehmoment 137 Nm bei 2400 U/min

Der auf Basis des OM615 entwickelte Motor machte im "kleinen Mercedes" eine wesentlich bessere Figur als seine
schwächeren Brüder.
Während er ursprünglich als Ablöse für die 615er Motoren entwickelt werden sollte, wurde dieses
Dieselaggregat bereits im /8 als Ergänzung zu den beiden vorhandenen Motoren mit 2,0 und 2,2 Litern Hubraum angeboten.
Die Hubraumvergrößerung wurde durch Aufbohren der Zylinderbohrung auf 91mm erreicht, während der Hub der Kurbelwelle
mit 92,4 mm unverändert blieb. Besonders bemerbar macht sich das höhere Drehoment, das gegenüber dem 200D um
24Nm höher lag.
Für die Beschleunigung von 0 auf 100km/h benötigten die 240er zwar auch die Ewigkeit von ca. 24 Sekunden, trotzdem konnten
diese Fahrzeuge mit alltagstauglichen Fahrleistungen aufwarten, die auch längere Autobahnetappen erträglich machten.

Im Sommer 1978 erhielt der Motor eine Leistungssteigerung um 7 auf nun 72 PS. Hierzu wurden verschiedene Teile geändert,
unter anderem Ventile, Nockenwelle, Vorkammern, Einspritzpumpe und -düsen, auch wurde die Bohrung um 0,1 mm zurückgenommen,
womit man nun mit 2339cm³ unter der 2,4 Liter Marke blieb. Die Höchtgeschwindigkeit stieg von 138km/h auf 143km/h.
Käufer mussten nun 300DM mehr berappen.
Aufgrund des besten Preis-/Leistungsverhältnisses wurde der 240D mit fast 500000 Einheiten (inklusive T-Modell) der
meistverkaufte Typ der Baureihe 123
.