Vierzylinder-Viertakt-Dieselmotor
Eine obenliegende Nockenwelle, über Doppelrollenkette angetrieben
OM 615.940 (200D)
Hubraum 1988 ccm
Bohrung x Hub 87,0 x 83.6 mm
Leistung 40 kW / 55PS bei 4200 U/min, bzw. 44 kW / 60 PS bei 4400 U/min
(ab Feb. 79)
Drehmoment 113 Nm bei 2400 U/min

OM 615.941 (220D)
Hubraum 2197 ccm
Bohrung x Hub 87,0 x 92,4 mm
Leistung 44 kW / 60 PS bei 4200 U/min
Drehmoment 120 Nm bei 2400 U/min

Die Dieselmotoren der Baureihe W123 genießen einen legendären Ruf, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. 
Taxifahrer kommen heute noch ins Schwärmen, wenn sie wieder an ihre ehemaligen Arbeitstiere erinnert werden. Kaum 
ein Fahrzeugtyp ist im Volksmund so eng mit dem nagelnden Antrieb verbunden wie der W123.

Die betreffend der Leistungsausbeute hoffnungslos veralteten Dieselmotoren vereinen einerseits den Ruf der absoluten 
Unzerstörbarkeit- so ein 200D scheint eine halbe Million Dauervollgas-Autobahnkilometer ohne Ölwechsel problemlos 
wegzustecken - sowie andererseits das ständige leicht spöttische Mitleid der anderen Verkehrsteilnehmer. 
Der 200D wurde schon zu seinen Produktionszeiten mit Attributen wie "Wanderdüne" und "automobiles Existenzminimum" 
bedacht, was angesichts der doch eher mäßigen Fahrleistungen auch verständlich ist. 
Über eine halbe Minute für die Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer war schon damals absolut unzeitgemäß.
 
Durch die "Leistungssteigerung" beim 200D von 55 auf atemberaubende 60 PS konnte der 220 D nach dreijähriger Bauzeit 
aus dem Angebot gestrichen werden.Verständlicherweise wurde der OM 615 nur in der Limousine angeboten. Für die große 
Ladekapazität des T-Modells war er zu schwächlich und für das Coupé aus Prestigegründen ungeeignet.