Sechszylinder-Viertakt-Ottomotor
Eine obenliegende Nockenwelle, über Einfachrollenkette angetrieben
M123.920 bzw. M123.921 (ab August 1981)
Hubraum 2525 ccm
Bohrung x Hub 86,0 x 72,45
Leistung 95 kW / 129 PS bzw. ( ab Sep. 79) 103 kW / 140 PS bei 5500 U/min
Drehmoment 192 Nm bzw. (ab Sep. 79) 200 Nm bei 3500 U/min

Der "kleine" Sechszylinder der Baureihe 123 stellte bei der Präsentation der neuen Mittelklasse im Januar 1976 die einzige Neukonstruktion der Modellbaureihe dar.
Hierbei wurde jedoch auf Konstruktionsmerkmale der 2,3, 2,5 und 2,8-Liter-Motoren der Vorgängerbaureihe zurückgegriffen. Grundlegend neu an dieser Maschine war eigentlich nur der Antrieb der Nockenwelle durch eine Einfachrollenkette, bei der erstaunlicherweise im Gegensatz zum nachfolgenden M102 keine Probleme auftraten. Der Motor selbst ist in alter Mercedes-Tradition in fast genialer Einfachheit konstruiert und trotz nur vier Kurbelwellenlagern sehr robust und langlebig. Angenehme Leistungsentfaltung und Laufruhe sind im Vergleich zu den beiden anderen Sechszylindern die großen Vorteile des M123. Allerdings mutiert dieses Modell durch den extrem komplizierten Solex 4A1 Doppelregistervergaser gerne zum exzessiven Säufer, was schon frühzeitig den Ruf dieses Motors ruinierte und nach Erscheinen des 230E mit fast identischen Fahrleistungen zu einem dramatischen Einbruch der Verkaufszahlen führte. Trotzdem wurde der 250 über die gesamte Bauzeit weiter im Programm geführt, da er für die Limousinen mit langem Radstand sowie für die Fahrgestelle für Kranken- und Bestattungsfahrzeuge von Daimler-Benz offenbar für die einzig angemessene Variante gehalten wurde. Diesem Kundenkreis wollte man weder den "schnöden" Vierzylinder des 230E, noch den "Rennmotor" des 280E zumuten.
In der Historie des Modells 250 fällt besonders ins Auge, daß über die gesamte Produktionsperiode ständig an der Vergaseranlage "herumgedoktert" wurde, wobei allerdings immer nur an den Symptomen kuriert wurde, und nicht die Ursachen beseitigt. Vergleicht man ein Modell der letzten Baujahre mit einem früheren, fällt eine immense Anzahl von zusätzlichen Leitungen auf - jedem auftretendem Problem wurde mit einem zusätzlichen Umschalt- oder Abschaltventil begegnet.

Im Modellprogramm war der M123 anfangs in der Limousine und im T-Modell (250T) zu finden, die Produktion des Kombis wurde allerdings im September 1982 wegen mangelnder Nachfrage eingestellt.