Vierzylinder-Viertakt- Ottomotor
Eine obenliegende Nockenwelle, über Doppelrollenkette angetrieben
M115.938 (200)
Hubraum 1988 ccm
Bohrung x Hub 87,0 x 83,6 mm
Leistung 69 kW / 94 PS bei 4800 U/min
Drehmoment 158 Nm bei 3000 U/min

M115.954 (230)
Hubraum 2307 ccm
Bohrung x Hub 93,75 x 83,6 mm
Leistung 80 kW / 109 PS bei 4800 U/min
Drehmoment 186 Nm bei 3000 U/min

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Der Vierzylinder-Vergasermotor M115 mit 2,0 und 2,3 Liter Hubraum wurde weitgehend unverändert von der Vorgängerbaureihe übernommen. Die Grundkonstruktion dieser Motoren entspricht noch dem 1955 eingeführten M121 des Typs 190SL. Jedoch wurden im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche tiefgreifende Änderungen durchgeführt, die diese Motorenbaureihe zu einer der zuverlässigsten und standfestesten seiner Zeit machten.
Leider waren diese Motoren in Bezug auf Verbrauch und Drehfreudigkeit schon bei der Einführung der Baureihe W123 restlos veraltet. Der Typ 200 mit gerade einmal 94 PS befriedigte höchstens die automobilen Grundbedürfnisse. Der 230 reichte immerhin zum flotten Mitschwimmen in der Stadt und auf der Landstraße sowie für gemütliche Autobahnfahrten. Aufgrund der hohen Durchzugsstärke aus niedrigen Drehzahlen stellt man mit dem 230 aber keinesfalls ein Verkehrshindernis dar.
Der Vorteil dieses "Kaltblütertemperaments" liegt unbestritten in der fast unendlichen Haltbarkeit und Robustheit dieser Konstruktion. Außer eingelaufenen Nockenwellen durch vernachlässigte Ölwechsel und kleineren Vergaserdefekten gelten diese Maschinen als unzerstörbar.

In der Modellpalette der Baureihe 123 wurden der 2-Liter M115 nur in der Limousine angeboten, während der 2,3-Liter auch in Coupé (230C) und T-Modell (230T) Verwendung fand.