Vierzylinder-Viertakt-Ottomotor
Eine obenliegende Nockenwelle, über Einfachrollenkette angetrieben
M102.920 (200)
Hubraum 1997 ccm
Bohrung x Hub 89,0 x 80,25 mm
Leistung 80 kW / 109 PS bei 5200 U/min
Drehmoment 170 Nm bei 3000 U/min

M102.980 (230E)
Hubraum 2299 ccm
Bohrung x Hub 95,5 x 80,25 mm
Leistung 100 kW / 136 PS bei 5100 U/min
Drehmoment 205 Nm bei 3500 U/min

Als Nachfolger der "alten" Vierzylindermotoren der Baureihe M115 wurden ab 1980 zwei völlig neuentwickelte Maschinen vorgestellt. Besonders hervorzuheben bei dieser Konstruktion ist die Auslegung des Zylinderkopfes als "Querstromkopf", bei dem Ein- und Auslaßventile nicht mehr parallel, sondern gegenüberliegend angeordnet sind. Mit dieser Technik konnte der Verbrauch im gesamten Drehzahlbereich erheblich reduziert werden.
Die 2-Liter-Variante des M102 wurde mit dem vom vorherigen M115 übernommenen Stromberg-Vergaser versehen, während der 2,3-Liter-Motor ausschließlich mit der vom 280E bekannten K-Jetronic-Einspritzanlage ausgerüstet wurde.
Der geringe Verbrauch dieser neuentwickelten Motoren wurde allerdings mit einer gewissen Anfälligkeit für kapitale Motorschäden erkauft. Aufgrund der geringen Ölfüllmenge, des stehenden Ölfilters und der nur noch einfachen Steuerkette hat schon mancher dieser Motoren sein Leben frühzeitig nach wenigen zehntausend Kilometern auf einem Standstreifen an der Autobahn ausgehaucht. Andererseits sind auch Laufleistungen von über 300000 km nicht selten.

Der M102 wurde in der Modellpalette in der 2-Liter-Vergaserversion als Limousine und T-Modell (200T), sowie als 2,3-Liter-Einspritzmotor in allen drei Varianten (230E / 230CE / 230TE) angeboten